Reisebericht Vilamendhoo
September/Oktober 2002
Das ganze begann wie immer damit, dass man am Abflugtag bereits früh aufwacht und sowieso nicht mehr schlafen kann. Also sitzt man daheim rum und wartet, kontrolliert die Koffer zum 45. mal und genießt das ach so wunderbare Fernsehprogramm. Aber um 14.00 Uhr war es dann endlich soweit: ich konnte losfahren um meine Bekannte abzuholen und dann mit dem gesamten Gepäck bei meinen Eltern eintreffen. Und dann war es Gott sei Dank auch bald soweit das wir uns endlich auf den Weg nach München machten. Das ganze verlief ohne Zwischenfälle und schon bald war das Gepäck abgegeben und wir hatten eingecheckt.
Auch die Sitzplatzreservierung hatte ohne Probleme geklappt. (Wir hatten beim buchen den letzten Fensterplatz bekommen, der noch frei war! Reihe 44 Raucher; aber was macht man nicht alles als Nicht-Raucher um doch am Fenster zu sitzen!).
Das „Boarding“ begann dann endlich pünktlich und wir starteten mit ein paar Minuten Verspätung ohne Probleme in Richtung Male!
Der Flug verlief ruhig und problemlos und nach dem ganzen üblichen Zeug (Getränke, Essen, Duty-Free und schließlich der 1. Film) konnte ich dann sogar für ca. 2 Stunden die Augen zu machen. Ich war aber zum Glück wach als wir gerade über die Gegend bei Dubai flogen. Es ist immer wieder ein schöner Anblick die hell erleuchteten Städte in der Wüste zu sehen! Und kurz darauf ging dann auch die Sonne wieder auf und wir waren auf dem letzten Abschnitt in Richtung Paradies: noch knapp 3h über das blaue Meer.
Zur Freude aller tauchten dann so ca. 40min vor der Landung die ersten kleinen Inseln im blauen Meer auf und eine sichtliche Begeisterung ging durch das Flugzeug. Es ist ja auch wirklich wunderschön diese ganzen kleinen Inseln mit ihrem weißen Strand und der blau-grünen Lagune im tiefblauen Meer zu sehen!
Zur Landung mussten wir erst einmal eine Wende machen, was mir einen absolut schönen Blick auf Male von oben ermöglichte. Und dann war es endlich soweit: Touchdown! Wir waren da. Also raus aus dem „kalten“ Flugzeug und hinein in die 28°C warme Luft auf dem Flugfeld. Die ganzen Einreise-Formalitäten und das übliche „aufs Gepäck warten“ waren dann aber schon nach knapp 40min. erledigt. Und so warteten wir dann vor dem Flughafen im Schatten darauf, das endlich alle Leute da sind und es mit dem Boot in Richtung Hotel geht.
Aber das sollte noch eine Weile dauern. Zuerst warteten wir knapp 30min am Flughafen um dann endlich auf das Boot zu dürfen. Es war ein schöner großer Katamaran mit einem Sonnendeck. Doch die Hoffnung auf eine baldige Abfahrt wurde nicht erfüllt. Wir warteten im Boot noch gute eine Stunde bis es endlich los ging. Man wartete nämlich noch auf einen 2. Flieger mit Gästen. Als wir denn endlich losfuhren ging die Fahrt an Male vorbei, was ich immer wieder sehr schön zu betrachten finde. Doch am Ende von Male endete unsere Fahrt schon wieder für knapp 30min. da man offensichtlich einige Gepäckstücke falsch verladen hat. Als das dann endlich auch geklärt war ging es nun auf zum letzen Stück von 80km bis nach Vilamendhoo. Da der Katamaran so knapp 45km/h an Geschwindigkeit macht, dauerte die Sache fast genau 2h. Dabei hab ich beschlossen einfach 1h davon zu verschlafen. Die letzten 20min. der Fahrt verbrachten wir auf dem Sonnendeck und sahen wie unser Ziel langsam immer näher kam. Hier sei jedem der sich länger oben auf dem Boot aufhalten will geraten sich mit seiner besten Sonnencreme einzureiben! Ich hatte nach diesen 20min. schon eine nette rote Farbe im Gesicht! (Möchte nicht wissen wie es den Leute ging, die seit Male oben waren?!?
Nach 2min Anlegemanöver war es dann endlich soweit: ich setzt meinen Fuß auf den Steg und war im Urlaub! Es folgte dann ein kurzer Smalltalk mit Chris dem Reiseleiter (den ich ja schon vom April kannte!) und wir gingen dann alle gesammelt in Richtung Rezeption. Nach dem ausfüllen der Anmeldekarte bekamen wir dann unseren Zimmerschlüssel und es ging mit 3 Gepäckträgern und unserem Room-Boy in Richtung Bungalow. Wir hatten Bungalow Nummer 55 und ich war sehr zufrieden damit, was das Hotel für uns ausgesucht hat. Einzelbungalow mit geschlossenem Bad und so knapp 5m vom Weg nach hinten versetzt an der Nord-Ost Seite der Insel.
Das Zimmer selber war geräumig und sauber eingerichtet. Es gibt zwei Eingangs-Türen, was sehr praktisch ist, da es neben der hinteren Türe einen Wasserhahn gibt und man somit die „Wohnung“ mit sauberen Füßen betreten kann. Im Zimmer gibt es natürlich eine Klimaanlage mit Fernbedienung und Timer (ist sehr praktisch für die Nacht!) und einen Deckenventilator.
Wobei wir die Klimaanlage am Tag meistens nur für 2h Stunden laufen ließen. Man gewöhnt sich nämlich auch an das Klima wenn man nicht dauernd wieder in ein „kaltes“ Zimmer geht. Der Deckenventitlator war dagegen schon wesentlich mehr in Betrieb und ist auch echt angenehm beim Schlafen.
Nach den üblichen Erkundungsaktionen auf der Insel und dem Einchecken auf der Tauchbasis hat man dann irgendwann so eine Art Tagesablauf entwickelt der meisten folgenderweise ablief:
Der Tag begann meistens damit, das wir um 7.00 aufgestanden sind und dann kurz zum Schnorcheln sind. Es ist um diese Zeit im Wasser echt super: es ist ruhig, viele Fische und man wird wach ohne sich gleich unter eine Dusche quälen zu müssen. Danach ging es so gegen 8.00 zum Frühstück. Bei mir gab es jeden Morgen ein schönes Omelett mit allem und ganz wichtig Chili!!! Dazu meistens Bohnen in Tomatensoße und meistens noch einen Pfannenkuchen mit Thunfisch gefüllt! So nun dürfte jedem der das ließt schlecht werden und sich denken „Gott hat der einen Geschmack!“. Aber mir schmeckts! Und dazu meistens Kaffee oder Tee und O-Saft.
Danach ging es dann meistens frisch gestärkt auf einen kleinen Inselrundgang mit anschließendem Schnorcheln, faul in der Hängematte liegen oder einfach nur Sonne tanken.
So wurde es dann schnell Mittag und es ging so gegen 13.00 zum Mittagessen. Hier nun mal ein kurzer Überblick über die Sachen die es Mittags und Abend zu essen gab:
2 Sorten Reis (Natur und mit versch. Sachen drin!)
Nudelgericht
Irgendwas aus Kartoffeln (Kartoffelbrei, Salzkartoffeln, Bratkartoffeln,…)
3 versch. Curry (Hmm lecker….und schön scharf) Huhn, Fisch, Rind, Gemüse
3-4 Hauptgerichte (die alle zu Erklären geht einfach nicht, aber sie waren alle sehr gut und für jeden was dabei; es gab immer Fisch, Huhn, Rind oder auch sehr gut gemachtes Lamm)
Salatbar (sehr groß und wirklich viele gute Salate)
und zuletzt
Nachtisch (meiner Meinung nach der Wahnsinn, super leckere Torten, Pudding, Cremes, Obst, …)
So da nun das Mittagessen mit Erfolg erledigt war, folgte nun meistens so ne knappe Stunde faul rumliegen und dann ging es mit dem Boot raus zum Tauchen! Was je nach Tauchplatz dann meistens so bis 17.00 Uhr dauerte. Danach dann mal schnell unter die Dusche und dann ab in Richtung „Sunset-Bar“. Dort einen gemütlichen Tee oder ein Bierchen trinken und sich einen kleinen Snack genehmigen! (Ja tauchen macht auch hungrig). Und das wichtigste ist dann natürlich der Sonnenuntergang um 18.00 Uhr. So ne knappe halbe Stunde später verließen wir dann meistens die Bar und machten uns mit dem größt möglichen Umweg auf Richtung Bungalow. Jetzt war dann meistens Zeit sich mal einem der vielen Bücher zu widmen die man ja dabei hat. Und um 20.00 war es dann endlich soweit: Abendessen!
Danach gingen wir dann meistens mit einem kleinem Umweg über die zwei Boots-Steg in Richtung Sunset-Bar. Es ist nämlich echt schön die Fische am Steg zu beobachten die sich dort im Lichtschein tummeln und meistens ist auch einer der vielen Graureiher da. Er nutzt das Licht aber eher als willkommene Jagdhilfe fürs Abendessen.
Nach einigen gemütlichen Drinks mit netten Leuten in der Bar machten wir uns dann meistens so gegen 23h (oder auch manchmal später) auf den Weg in Richtung Bett.
So nun solltet ihr einen Eindruck von unserem Tagesablauf im Paradies haben!
Was das Personal und den Service auf der Insel angeht, so kann ich da eigentlich nur positives sagen. Vor allem unser Room-Boy und der Kellner in der Sunset-Bar waren mehr als bemüht alles 100%ig zu machen! Echt super! Klar es kann nicht jeder immer nur „happy“ sein; aber da wir alle nur Menschen sind ist das normal und auch kein Problem.
Sehr gefreut habe ich mich auch über Einladung vom Hotel-Management am „Barbecue Dinner“ in der Sunset-Bar teilzunehmen, da ich zum 2.mal auf der Insel bin! Hierfür noch mal ein großes Dankeschön!
Obwohl die Insel zu diesem Zeitpunkt zu gut 80% ausgebucht war, hatte man nie das Gefühl das es voll ist. Egal ob am Strand, in der Bar oder beim Essen; die Leute verteilten sich immer sehr gut und man konnte sich richtig wohl fühlen.
Die größte Menschenansammlung gibt es wohl jeden Tag an der Tauchschule wenn um 9.00 und 14.30 die Boote abfahren.
Beim Wetter waren einige Leute nicht ganz so glücklich. Da der September/Oktober bekanntlich noch zu Regenzeit auf den Malediven zählt, war das Wetter auch entsprechend. Von den 14 Tagen hatten wir so 2 komplette Regentage und 7 Tage an denen es mal mehr mal weniger oft regnete. Das ganze ist aber in meinen Augen kein Problem, da es ja nicht kalt ist wenn es regnet. Wir waren also sehr oft bei strömendem Regen beim Schnorcheln oder sind einfach nur über die Insel gelaufen. Nur ein mal fand ich es etwas unangenehm: wir sind gerade mit dem Boot raus zum Tauchen gefahren und der Regen kam mit netten Windböen fast horizontal vorne beim Dhoni rein und hinten wieder raus. Ich war echt froh als ich nach 15min Fahrt in das angenehm warme Wasser mit 28°C springen durfte.
Da wir ja gerade beim Thema Wasser sind: die Sicht unter Wasser war im vergleich zum April meistens schlechter. Wir hatten meistens so ca. 15m Sicht und viel Plankton im Wasser.
Die ganze Sache hatte aber auch einen großen Vorteil: ich hatte beim Schnorcheln am Hausriff meine erste Begegnung mit einem Manta! Wahnsinn! Und am nächsten Tag hatten einige andere Schnorchler das Glück eine kleine Gruppe mit 5 Mantas zu treffen.
Auch die Tagesausflüge der Tauchbasis zum Walhai-Watching waren in diesem Zeitraum immer von Erfolg gekrönt. Hierbei noch ein großes Lob an die gesamte Crew der Tauchbasis! Sind wirklich alle super nett und hilfsbereit! Hatte mit ihnen 13 schöne TG!
Da bei All-Inklusive ja zwei Ausflüge dabei sind, haben wir daran natürlich auch teilgenommen. Der erste Ausflug führte uns auf die Einheimischen Insel Dhangethi und auf die Ressort-Insel Vakarufalhi. Die Einheimischen Insel war echt mal Interessant zu sehen und man kann dort auch einige Souvenirs kaufen (billiger als im Hotel-Shop). Die andere Hotelinsel sei natürlich jedem seinem persönlichen Geschmack überlassen. Mir wäre sie jedoch zu klein (sind in knapp 10min. einmal rumgelaufen, und vermutlich auf zu teuer). Ansonsten machte auch diese Insel einen netten Eindruck.
Der zweite Ausflug den wir machten war das Nachtfischen. Hier möchte ich jedoch für jeden mal kurz was zum Nachdenken einwerfen:
Bei jedem Nachtfischen gehen so gut und gerne 10 Leinen kaputt die dann mit dem Hacken irgendwo in den Korallen hängen! Oft wird die Leine auch abgebissen und ein Fisch schwimmt dann mit Hacken und Leine im Maul davon! Es werden auch Sachen gefangen die glaub nicht auf der Liste der Speisefische stehen: Mantas, Muränen, Haie ,… ! Und wenn man das jetzt mal so hochrechnet für 90 Hotel-Inseln??? Ist glaub nicht so die tolle Sache! Deshalb: fragt doch einfach beim Management nach, ob ihr statt Nachtfischen auch z.B. „Schnorchel-Dhoni“ nehmen könnt oder macht es so wie wir: fahrt mit raus, schaut euch den schönen Sonnenuntergang vom Boot aus an und genießt den Sternenhimmel und die Stille!
Tja und so gingen die 14 Tage dann viel schneller als einem lieb ist vorbei! Und schon bald war der letzte Abend gekommen und wir mussten Abschied nehmen.
Der Abreisetag begann dann um 4.45Uhr mit dem Weckruf per Telefon. Dann Gepäckabholung, Frühstücken und um 5.45Uhr aufs Speed-Boot. Nach 2h ruhiger Fahrt waren wir dann wieder am Huluhle Airport und nach dem üblichen Zeug (Gepäckaufgabe, Zoll und Duty-Free) ging es dann pünktlich um 10.30Uhr zurück in Richtung Deutschland! Leider!
Es ist übrigens mehr als deprimierend wenn man in München landet und die Wolkendecke erst so 300m über dem Boden aufhört, es regnet und nur 7°C hat!!!
So das wars dann!
Fazit: es war wieder mal ein wunderschöner Urlaub auf Vilamendhoo und ich hab nichts daran bereut!